Präsident Eckart Neururer informiert Vereine

ASKÖ Vorarlberg-Präsident Eckart Neururer referierte anl. des 1. Lustenauer Sportstammtisches über die österreichischen Sportstrukturen und Fördermöglichkeiten für Vereine.

Die Marktgemeinde Lustenau lud am 22.02.2016 alle Lustenauer Sportvereine zum 1. Lustenauer Sportstammtisch ein. Ziel dieses Netzwerktreffens ist der Austausch unter den Vereinen, das Nutzen von Synergien und das gemeinsame Einbringen in das neue Sportkonzept der Gemeinde Lustenau.

Zahlreiche Vereine darunter Bogenschützenclub Lustenau, EHC Lustenau, Eislaufclub, FC Lustenau, Handballclub Lustenau, Hundesportverein ÖGV Lustenau, Kenpo Karate Austria, SC Austria Lustenau, Schützengilde Lustenau, Shotokan Karate Club Lustenau, Billard Verein, Tanzsportclub Lustenau, Tauchsportverein Lustenau, Tennisclub Lustenau, TriTeam Lustenau, TS Jahn Lustenau, Turnerschaft Lustenau, u.a. nahmen an der Veranstaltung teil.

Von Seiten der Marktgemeinde waren Franz Kullich, Leiter der Sportabteilung, und Oscar Hartmann sowie Sportreferent Bernd Bösch, der die Sitzung moderierte, vertreten.

Mitinitiator Eckart Neururer (ASKÖ Vorarlberg-Präsident und Präsident des Shotokan Karate Club Lustenau) referierte über die Sportstrukturen in Österreich, gesetzliche Regelungen und Fördermöglichkeiten nach dem neuen Bundes-Sportförderungsgesetz (BSFG) über die drei Sportdachverbände sowie das Projekt "Kinder gesund bewegen".

Franz Kullich stellte das Konzept "Sportgemeinde Lustenau" vor. Die Vision für den Lustenauer Sport lautet: Jede Lustenauerin und jeder Lustenauer soll Freude an Sport und Bewegung haben. LeistungssportlerInnen finden ideale Bedingungen vor, bisherige NichtsportlerInnen bekommen Lust auf Bewegung. Und die große Mehrheit der FreizeitsportlerInnen fühlt sich in Lustenau rundum wohl und kann ihren Lieblingssport in einem möglichst optimalen Umfeld ausüben. Dies war das Ergebnis einer Umfrage im Jahr 2013 der Lustenauer Sportvereine und der Mitbürger.

Im Anschluss fand eine offene Diskussion statt. Eckart Neururer schlug die Einführung eines Helfer-Pools für alle Vereine vor. Jeder Verein benötigt für diverse Veranstaltungen Helfer. Teilweise sind diese nur schwer zu finden. Um personelle Ressourcen für alle Vereine zur Verfügung zu stellen, könnte ein Pool an ca. 5 Helfern jedes Lustenauer Vereins mögliche Engpässe vermeiden.
Des Weiteren stellte Eckart Neururer das Projekt von Isabella Hämmerle (Vorstandsmitglied Shotokan Karate Club Lustenau) vor, hier werden nicht mehr benötigte Sportbekleidung, -schuhe und Trainingstaschen an Flüchtlinge weitergegeben.
Gemeinsame Probleme innerhalb der Vereinsarbeit wurden diskutiert, wie versicherungsrechtliche Probleme die die Zusammenarbeit von Vereinen und Schulen erschweren oder der Rückgang an ehrenamtlichen Engagements.
Ein Wunsch der Sportvereine an die Gemeinde ist eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Angeregt wurde ein Flyer mit allen Vereinen und Kontaktadressen, eine wöchentliche Rubrik im Gemeindeblatt "Der Verein xy stellt sich vor..." sowie gemeinsame Veranstaltungen im Sinne von "Lange Nacht des Sports", ein erneuter Familiensporttag wie bei der Eröffnung des Parkstadions oder gegenseitige Trainingsbesuche.

Nach dem offiziellen Teil bestand die Möglichkeit sich weiterhin auszutauschen, dieses Angebot nahmen viele Vereine gerne in Anspruch. Die Gemeinde schenkte allen Anwesenden das neue Buch "Sport in Lustenau" von Dr. Laurin Peter, welches das sportliche Geschehen seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert.

Abschließende Worte von Sportreferent Bernd Bösch machten klar, dass alle Vereine das gleiche Ziel haben: mehr Bewegung für die Bevölkerung, im Besonderen für Kinder. Der einheitliche Tenor war, dass eine Weiterführung des Sportstammtisch als sehr sinnvoll erachtet werden.


Text-/Bildquelle: ASKÖ